Regionalgruppe

Interview mit Tobias Otto zur Regionalgruppe Aachen Euregio

Die Regionalgruppe Aachen Euregio, die erste Regionalgruppe der Energiegewinner eG existiert nun schon eine ganze Weile. Um euch genauer zu erklären wie es dazu kam und welche Idee hinter der Gründung steckt, haben wir uns mit einem der Gründungsmitglieder – Tobias Otto aus Aachen – zum Interview getroffen.

Wie ist die Regionalgruppe Aachen Euregio entstanden?

In 2017 hat sich in Aachen eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern zusammengetan, um sich für eine dezentrale Energiewende einzusetzen. Nach einigen Treffen hat die Gruppe dann ein Jahr später Kontakt zur Energiegewinner eG aufgenommen, um sich über die Gründung von Energiegenossenschaften zu informieren und beraten zu lassen. Ich selbst bin dann im Zuge der Klimaproteste rund um den Hambacher Forst 2018 zur Gruppe gestoßen. Schnell kam die Idee auf, sich den Energiegewinnern als erste Regionalgruppe anzuschließen, statt eine eigene Genossenschaft zu gründen.

Welche Rolle spielst du in der Gruppe und was sind deine Aufgaben?

Ich übernehme in der Gruppe die Kommunikation mit dem Energiegewinner-Büro in Köln. Ich bin die Schnittstelle zwischen Köln und Aachen, also zwischen Genossenschaft und Regionalgruppe. Da ich derzeit meinen Master im Bereich Erneuerbare Energien mache, hatte sich sogar die Möglichkeit ein Praktikum bei der Projektgewinner GmbH, der Projektentwicklung der Energiegewinner eG, zu machen. So konnte ich weitere Erfahrungen in der Projektierung von Solaranlagen sammeln und bin dadurch in Aachen oft der Ansprechpartner für Interessierte zu diesem Thema.

Warum habt ihr eine Energiegewinner-Regionalgruppe gegründet und keine eigene Genossenschaft?

Die Gründung einer Genossenschaft ist ein aufwändiger Prozess und niemand von uns hatte die Zeit sich in diese Thematik einzuarbeiten. Außerdem hatten nur wenige der Gründungsmitglieder Erfahrungen im Bereich der erneuerbaren Energien. Das brachte uns auf die Idee, uns der Energiegewinner eG als Regionalgruppe anschließen statt eine eigene Genossenschaft zu gründen. Wir konzentrieren uns als Regionalgruppe auf die Identifizierung von bebaubaren Dächern, das Netzwerken mit anderen Gruppen und den Kontakt zu Mitgliedern und Interessierten. Die konkrete technische Umsetzung und Verwaltung von Projekten wird von den Expertinnen und Experten in Köln durchgeführt.

Was habt ihr als Regionalgruppe bisher bewirkt?

Bislang haben wir rund 60 Mitglieder aus dem Raum Aachen angeworben und 8 Photovoltaikanlagen in Aachen in Betrieb genommen. Weiterhin sind wir gut mit zahlreichen Umweltschutzinitiativen vernetzt. Außerdem haben bereits einige eigenen Veranstaltungen organisiert und an zahlreichen anderen Veranstaltungen mit Informationsständen mitgewirkt.

Was wollt ihr in Zukunft erreichen und was sind eure Pläne für die nächste Zeit? 

Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, den Ausbau eines demokratischen un dezentralen Energiesystems weiter voranzutreiben. Konkret heißt das, dass wir weitere Erneuerbare-Energien-Anlagen in Aachen umsetzen wollen. Außerdem werden wir uns in der Branche weiter vernetzen und Kontakte knüpfen. Dazu werden wir zahlreiche weitere Veranstaltungen besuchen und dort die Energiegewinner-Idee vorstellen und über die Themen erneuerbare Energien und Energiewende informieren. Man findet uns beispielsweise im November und Dezember auf den Veranstaltungen der Volkshochschule Aachen und den Kinovorstellungen des Netzwerk Nachhaltiges Aachen.

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