Annette Littmann

Unser 1.000. Mitglied – Annette Littmann

Vor Kurzem ist unsere Genossenschaft auf 1.000 Mitglieder angewachsen. Das ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Energiegewinner eG. Wir möchten euch aus diesem Anlass nun unser 1.000. Mitglied etwas genauer vorstellen. Sie heißt Dr. Annette Littmann und unterstützt unter anderem seit 2018 die CHANCEN eG aus Berlin im Bereich Investor Relations.

Wie sind Sie auf die Energiegewinner eG aufmerksam geworden? 

Auf dem „Marktplatz“ der GLS Bank anlässlich deren Jahresversammlung in Bochum. Dort war die Energiegewinner eG mit einem Stand vertreten, und dort konnte ein junger Mann meine Fragen gut beantworten.

Was hat Sie zur Mitgliedschaft bewogen? 

Eine Mischung aus Neugierde, Sympathie gegenüber der Rechtsform und vor allen Dingen natürlich die Überzeugung, dass eine nachhaltige Energiegewinnung eines, wenn nicht das Schlüsselthema unserer Zukunft ist.

Was tun Sie bereits jetzt in Ihrem beruflichen oder privaten Alltag für den Klimaschutz?

Ich versuche seit Jahren, sparsam mit Energie aller Art umzugehen: Dämmen, im Winter lieber eine Strickjacke mehr anstelle einer höheren Raumtemperatur, möglichst effiziente Elektrogeräte und möglichst wenig Verbrauch, Fliegen nur dann, wenn es anders nicht geht, mehr Bahn/ÖPNV- und Radfahren und weniger Autofahren sowie großes Interesse an Energiethemen. Seit 2014 haben wir auch eine Photovoltaik-Anlage auf unserem Dach, leider recht klein, weil das Dach nicht mehr hergibt. Bei deren Nutzung gibt es im Alltag schon mal familieninterne Diskussionen: Aufgrund von Verschattungen produziert diese Anlage erst ab mittags richtig Strom. Also lassen wir Spül- und Waschmaschine möglichst nur an Sonnentagen ab mittags laufen. Aber was machen, wenn es morgens kein Besteck mehr gibt und die Sonne erst ab 15 Uhr kommen soll? Dem Vorschlag, kurz mit der Hand zu spülen, folgt die Gegenfrage, warum wir dann eine Spülmaschine haben.

Welche Motivation steht hinter diesem Engagement? 

Im Detail zu erleben, wie nachhaltige Energiegewinnung auch ökonomisch im privaten Bereich funktionieren kann. Und natürlich auch, dabei finanziell mitzumachen.

Sie sind selbst in einer Genossenschaft tätig. Welche Chancen sehen Sie in der genossenschaftlichen Rechtsform?

Dass ich mich als Nachfrager eines guten Produktes auch an dem Unternehmen finanziell beteiligen und mitreden kann. Hier unterscheidet sich die Genossenschaft nicht von der Aktiengesellschaft. Was bei der eG besser ist als bei der (börsennotierten) AG: An der Börse fehlt häufig die langfristige Perspektive. Mit quartalsorientiertem Denken kann man aber nicht den – schwierigen! – Umbau der Energieerzeugung einer hochentwickelten Volkswirtschaft wie in Deutschland angehen: Denn Strom muss auch künftig bezahlbar und sicher verfügbar bleiben – und dabei möglichst umweltschonend produziert werden.

Sehen Sie Schwächen in der Rechtsform? 

Genossenschaften sind in der Öffentlichkeit nicht so bekannt; daher tun sie sich schwerer in der Kapitalgewinnung. Auch haben sie eine vergleichsweise flüchtigere Eigenkapital-Basis, was ihre Kreditwürdigkeit nachteilig beeinflussen kann. Zudem verfügen Investments in Genossenschaften nicht über das sogenannte Upside-Potential einer Aktie und sind daher bei ausschließlich rendite-orientierten Investoren nicht so beliebt.

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