Robine Ruschinski
Robine Ruschinski

Ein Tiny Forest auf dem Vulkangelände

Am Samstag, den 4. Dezember, wurde auf dem Vulkangelände in Köln Ehrenfeld gemeinschaftlich ein Tiny Forest, bestehend aus 770 Bäumchen, gepflanzt. Da die Energiegewinner ihre Büros auf dem Gelände anmieten, nahmen auch Mitarbeiter der Energiegewinner eG teil. Wir berichten von ihren Erzählungen.

Die Idee hinter den Tiny Forests

Mehr Artenvielfalt, eine bessere Luftqualität und damit einen Beitrag für den Klimaschutz leisten: Das soll ein Tiny Forest ermöglichen. Die Tiny Forests gUG hat es sich zur Mission gemacht, so viele Tiny Forests in Deutschland wie möglich zu pflanzen. Das Ziel ist es, die Diversität zu erhöhen und einen Ort für Flora, Fauna und Mensch inmitten der Stadt zu schaffen. Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen nutzen ihre freien Flächen, um mit kleinen Wäldern, die 100 bis 500 Quadratmeter groß sind, für eine bessere Umgebung zu sorgen. Die Umsetzung orientiert sich an einer effizienten Aufforstungsmethode, die vom japanischen Botaniker Akira Miyawaki entwickelt wurde.

40 Helfer und 770 Bäume

Die Vulkan Grundstücksgesellschaft mbH & Co.KG. hat die Mieter des Vulkangeländes zu der gemeinsamen Aktion eingeladen. Die Veranstaltung fand unter verschärften Corona Maßnahmen statt. Die Helfer trafen sich am Samstagmorgen um 10 Uhr auf dem Gelände, wo das Team des Vulkangeländes bereits mit Catering, Getränken und Musik wartete. Geleitet wurde die Veranstaltung von zwei Experten der Tiny Forests gUG. Die Permakultur-Praktiker leiteten den Tag mit einer Vorstellung und Einführung in das Thema ein.

Auf der 160 Quadratmeter Fläche des Vulkans wurden 770 Bäumchen gepflanzt. Darunter befinden sich um die 40 Baumarten, die zu den Pfahlwurzlern, den Herzwurzlern und den Flachwurzlern gehören. Der Unterschied besteht in der Tiefe und Breite, in denen sich die Wurzeln der Bäume ausbreiten. Die Pfahlwurzler bilden eine lange, starke Hauptwurzel, die senkrecht in den Boden wächst, während Flachwurzler sich vorwiegend horizontal in den obersten Bodenschichten ausbreiten. Dagegen bilden Herzwurzler viele starke Wurzeln, die sowohl senkrecht als auch horizontal ins Erdreich wachsen. Zu den gepflanzten Arten an diesem Tag zählen unter anderem Kiefern, Haselnusssträucher, Ilex, Kornelkirschen und Birken. Vor der Veranstaltung wurde bereits die Bodenschicht der Fläche mit Rindenmulch, Pferdemist und Pilzen vorbereitet und aufgewertet. So wurden die optimalen Bedingungen für das Wachsen und die Symbiose des Ökosystems geschaffen.

Die 40 Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt, die bei der Bepflanzung verschiedene Bereiche übernahmen. Zu den Helfern gehörten auch Matthias Neef und Philip Pape von der Energiegewinner eG. Da jeder der fleißigen Teilnehmer ca. 20 bis 30 Bäumchen einpflanzte, dauerte der Prozess nicht mal zwei Stunden. Später stieß eine weitere Gruppe aus Pfadfindern aus der Umgebung hinzu, die ebenfalls einen Bereich bepflanzte. Denn die Idee der Tiny Forests  gUG ist, dass sie bei ihren Aktionen auch einem Bildungsauftrag für Jugendliche nachgehen. So konnten nicht nur die Mieter, sondern auch Jugendliche an der Aktion des Vulkangeländes profitieren.

Eine grüne Oase in Köln Ehrenfeld

Der Prozess, bis ein üppiger Wald auf dem Vulkangelände zu sehen ist, kann zwischen fünf und sechs Jahren dauern. Da auf einem Quadratmeter Fläche fünf Bäume gepflanzt wurden, stehen diese in Konkurrenz zueinander und wachsen schneller als sonst. Der Tiny Forest auf dem Vulkangelände soll einen Ort schaffen, der gut für Mensch und Umwelt ist. Inmitten der Bäume entsteht für die Mitarbeiter, die auf dem Gelände arbeiten, ein Ort zum Entspannen. Dort kann z. B. die Mittagspause verbracht werden. Im Sommer kühlt der Tiny Forest zudem die überhitzte Luft in der Stadt ab.

Wir bedanken uns bei der Vulkan Grundstücksgesellschaft mbH & Co.KG. für die  Organisation und Einladung zu dieser großartigen Aktion.

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