Die Coronakrise und die Unwelt

Die Coronakrise und die Umwelt

Die Auswirkungen des Coronavirus sind für uns alle nun schon seit einigen Wochen in unserem Alltag angekommen. Trotz Allem erreichen uns auch ein paar positive Nachrichten, die vor allem die Umwelt betreffen und die wir euch nicht vorenthalten wollen. 

Positive Auswirkungen auf die Umwelt

Zwar ist die Meldung über Delfine in den Kanälen Venedigs mittlerweile widerlegt, das heißt aber nicht, dass es hier nicht doch einige Veränderungen gab. Die Lagunenstadt im Norden Italiens wird normalerweise von 20-30 Millionen Touristen jährlich besucht. Nun, da die Touristen ausbleiben, ist das Wasser in den zahlreichen kleinen und großen Kanälen der Stadt wieder klarer, man kann bis zum Grund sehen und es wurden auch wieder Fische gesichtet. Es ist jedoch bekannt, dass dies nicht an einer besseren Wasserqualität liegt, sondern dran, dass die Sedimente am Boden nicht mehr aufgewirbelt werden. Deutlich erkennbar ist jedoch die starke Verbesserung der Luftqualität, nicht nur in Venedig, sondern fast an jedem Ort der Welt. Das liegt besonders an den Beschränkungen in der Mobilität, sei es Fliegen, Kreuzfahrten oder auch der Straßenverkehr. Auch der Stickstoffdioxid-Gehalt in der Luft, der besonders über Industrieregionen, wie Norditalien und China auf Bildern aus dem All sichtbar war, ist deutlich gesunken. Durch die Beschränkungen, die die Pandemie mit sich brachte, erobern sich auch zahlreiche Tiere ihre Territorien zurück. Im Bosporus beispielsweise werden immer häufiger Delfine vor der Küste Istanbuls gesichtet. Die Meeressäuger sind zwar hier keine Seltenheit, trauen sich aber sonst eher selten in die Nähe der Küste. Der Grund: der Schiffsverkehr ist hier durch die Beschränkungen in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen. 

Nur kurzfristig?

Viele stellen sich daher aktuell die Frage, ob mit diesen positiven Auswirkungen für die Umwelt langfristig zu rechnen sei. Die Antwort darauf kann aktuell wohl noch keiner richtig voraussagen. Wissenschaftler schließen allerdings aus vergangen Krisensituationen sogar eine Erhöhung der Klimawerte, da zunächst alles dafür getan wird, die Wirtschaft wieder ins Laufen zu bringen – auch auf Kosten unserer Umwelt. Ist die Krise überwunden, werden die Menschen vermutlich wieder reisen, konsumieren und produzieren, wie zuvor auch. Eine nachhaltige Strategie zur Klimawende und zum Klimaschutz ist also noch lange nicht gegeben. 

Unsere Chance auch nach der Krise Besserung beizubehalten 

Gemeinsam hoffen wir gesund und mit einem positiven Blick in die Zukunft aus dieser Krise zu kommen. Es braucht aber nicht nur eine kurze Verschnaufpause für die Umwelt von all den Belastungen, denen sie täglich ausgesetzt wird, sondern ein langfristiges Umdenken. Auch jetzt sollten wir den Klimawandel mit seinen Folgen nicht aus den Augen verlieren. Deshalb arbeiten wir auch weiterhin, natürlich unter Berücksichtigung der Schutzmaßnahmen, an der Umsetzung von Bürgerenergieprojekten. 

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