Weltklimakonferenz in Bonn

Weltklimakonferenz in Bonn

Die Weltklimakonferenz in Bonn ist seit Freitag vorbei. Zu diesem Anlass geben wir euch eine kleine Zusammenfassung bezüglich der wichtigsten Errungenschaften der 11-tägigen Konferenz. Darunter fällt auch ein Thema, was uns als Genossenschaft besonders am Herzen liegt und direkt betrifft: der Ausstieg aus der Kohleenergie.

Seit dem 6. November tagten mehr als 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 80 Ländern in Bonn auf dem diesjährigen Weltklimagipfel. Dass dieser ausgerechnet in Bonn stattfand, ist kein Zufall. Vielmehr liegt es daran, dass die Republik Fidschi zwar dieses Jahr die Präsidentschaft innehat, jedoch aufgrund von Platzproblemen nicht als Gastgeber fungieren konnte. Daher hat die Klimakonferenz laut Geschäftsordnung der Klimarahmenkonvention UNFCC am Sitz des Sekreteriats der Konvention stattzufinden: also in Bonn. Die meisten Länder entsandten dazu entweder ihre Staatschefs oder Minister.

Eine Ausnahme stellten die USA dar, die stattdessen nur eine Referatsleiterin auf die Reise nach Bonn schickten. Nachdem Donald Trump die Mitgliedschaft der USA im Pariser Weltklimaabkommen im Juni dieses Jahres aufkündigte, schien er auch auf der Weltklimakonferenz sein Desinteresse demonstrieren zu wollen. Doch trotz alle dem gibt es auch auch in den USA Widerstände und Demonstrationen gegen Trumps Klimapolitik. Während am zweiten Sitzungsmontag einige US-Regierungsvertreter über „saubere fossile Energien“ sprechen wollten, demonstrierten Hunderte von Aktivisten als inoffizielle US Delegation gegen die Trump-Regierung und den Ausstieg aus dem Weltklimaabkommen.

Auf der Konferenz wurden unter anderem neue Klimaschutzinitiativen und -projekte vorgestellt, sowie Details zur Anwendung des Pariser Abkommens von 2015 weiter ausgearbeitet. Das Ziel war die Verabschiedung eines sogenannten Regelbuchs, das beim nächsten Klimagipfel Ende 2018 in Polen verabschiedet werden soll. Dieses Ziel konnte jedoch nicht vollständig erreicht werden. Immerhin konnten Textsammlungen erarbeitet werden, die bis 2018 konkretisiert werden müssen.

 

Erneuerbare Energien statt Kohleenergie

Ein für uns als Energiegenossenschaft sehr wichtiges Thema ist der Austritt aus der Kohleenergie. Kanada und Großbritannien gehen mit gutem Beispiel voran und gründeten eine Initiative, bei der auf die abgasintensive Energieform verzichtet werden soll. 18 Mitgliedsstaaten schlossen sich während der Konferenz dieser Initiative an, unter anderem Deutschlands Nachbarländer Frankreich, Italien und die Schweiz. Und was ist mit Deutschland? Uns fällt der Ausstieg aus der Kohleenergie scheinbar schwerer. Das liegt vor allem daran, dass Deutschland bereits den Ausstieg aus der Nuklearenergie beschlossen hat. Unser Strom stammt daher zu mehr als einem Drittel aus der Kohleverbrennung.

Aber nicht nur beim Thema Kohleenergie schneidet Deutschland als Vorbild relativ schlecht ab. Obwohl versprochen wurde, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu senken, werden laut Prognosen gerade mal 32 Prozent erreicht werden können. Auch deshalb erhielt Deutschland die unrühmliche Auszeichnung „Fossil des Tages“. Im Klartext heißt das, dass die Bundesrepublik in der Umsetzung ihrer Maßnahmen pro KIimaschutz nicht mehr effizient genug ist.

Es wird daher immer deutlicher, wie wichtig erneuerbare Energien für die Zukunft unseres Planeten sind. Denn während auf der Weltklimakonferenz immer neue ehrgeizige Ziele ausgearbeitet und dann vielleicht nicht eingehalten werden, verändert sich unser Planet immer weiter. Und dabei ist es der Erde egal, welche Abkommen auf dem Papier geschlossen wurden. Wir müssen selbst handeln, jeder Einzelne.

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