Robine Ruschinski
Robine Ruschinski

Sprunghafter Anstieg der Energiepreise

In unserem Artikel Steigende Strompreise trotz sinkender EEG-Umlage , den wir im September veröffentlichten, informierten wir bereits erstmals über steigende Stromkosten. Zu dem Zeitpunkt sahen die Prognosen für das Jahr 2022 bereits nicht gut aus. Zum Ende des Jahres bewahrheiteten sich diese: Strom- und Gasanbieter haben ihre Preise teilweise verdoppelt. 

Welche Faktoren treiben die Preise in die Höhe?

Die Handelspreise von Gas und Strom befinden sich zurzeit auf historisch hohen Niveaus. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass der Energiemarkt einen signifikanten Einfluss auf die Strom- und Gaspreise der Anbieter haben. Am Strommarkt schoss der Strompreis besonders in dem letzten halben Jahr in die Höhe. Laut einem Vergleichsportal für Strom und Gas haben seit August bereits 470 Stromgrundversorger ihre Preise erhöht oder Erhöhungen angekündigt. Im Schnitt liegt dabei der Anstieg seit dem Sommer bei 25,3 Prozent. Die Gaspreise verhielten sich ähnlich: von 15 Euro je Megawattstunde im Sommer auf 70 Euro je Megawattstunde zum Ende des Jahres. Auch der Einkauf Erneuerbarer Energieträger wie Ökogas, Wind- und Solarstrom wird parallel dazu teurer, da die Preise für Ökoenergie sich an den Börsenpreisen für fossiles Gas, Öl und Kohle orientieren. Die neuen Preise werden unter Berücksichtigung erhöhter Beschaffungskosten und aller Abgaben, Entgelte und Umsatzsteuer in der Region festgesetzt. Besonders Neukunden sind von den Anstiegen betroffen.

Eröffnungsbilanz Klimaschutz – das soll umgesetzt werden

Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, erklärte ebenfalls in der Eröffnungsbilanz Klimaschutz, dass die Senkung des Strompreises als Sofortmaßnahme angegangen werden muss. Der Bund soll eine Grundlage für mehr Erneuerbaren Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen schaffen. Geplant ist dafür, dass ab 2023 die EEG-Umlage über den Bundeshaushalt finanziert wird. Das würde zu deutlichen Entlastungen der Verbraucher führen. Wenn außerdem der Strom aus Erneuerbaren günstiger als der Strom aus fossilen Energieträgern angeboten wird, steigert das die Attraktivität von Elektromobilität und Sektorkopplungen.

Darum lohnt sich Ökogas und Ökostrom

Zu sinkenden Kosten würde ein schneller Ausbau der Erneuerbaren Energien führen. In der aktuellen Situation besteht dort ein dringender Handlungsbedarf, die Energiekonsumenten weg von jeglichen fossilen Brennstoffen bringen. Ökostrom und Ökogas bringen an dieser Stelle also vermehrt Vorteile mit sich. Wir empfehlen, beides von der Bürgerwerke eG zu beziehen.

Auch die Bürgerwerke mussten ihre im Marktvergleich sehr günstigen Tarifkonditionen aus dem Oktober anheben, da die aktuellen Strombeschaffungskosten für neue Kunden die Einnahmen deutlich übersteigen würden. Trotzdem lohnt sich der Abschluss eines 100% Ökogas-Tarifs mehr als ein herkömmlicher Gas-Tarif, da die Gaspreise nicht von den schwankenden Preisen des Erdgases abhängig sind. Die Bürgerwerke eG gewinnt ihren 100% Ökogas aus organischen Abfällen, die bei der Verarbeitung von Zuckerrüben anfallen. Der Ökostrom kommt zu 100 % aus Solar- und Windenergieanlagen und einem deutschen Wasserkraftwerk. Dadurch kann die Genossenschaft weiterhin vergleichbar günstige Tarife anbieten, die dazu auch noch richtig gut für die Umwelt sind. So einfach geht nachhaltiger Strom und Gas aus Bürgerhand.

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