das war...

raus aus der kohle -
chance für das rheinische revier

Rund 250 Personen konnten wir zur Energiegewinner-Veranstaltung „Raus aus der Kohle – Chance für das Rheinische Revier“ im Cinenova in Köln-Ehrenfeld begrüßen. Ein volles Haus, der Geruch von süßem und salzigem Popcorn und interessante Gäste versprachen einen spannenden Abend. 

Um kurz nach 19 Uhr eröffnete Energiegewinner-Vorstand Ramon Kempt den Abend und stellte dem Publikum nach einleitenden Worten die Energiegewinner und ihre Idee vor: Mit der bundesweit aktiven Genossenschaft aus Köln kann jeder Bürger und jede Bürgerin selbst zum Stromerzeuger werden, nachhaltig investieren und so die Umwelt schützen.

Anschließend war die Spannung im Saal förmlich zum Greifen. Ramon Kempt kündigte den Hauptredner des Abends, Prof. Volker Quaschning an. Nachdem der Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin das Wort übernahm, folgte das Publikum den Ausführungen des bundesweit bekannten Klima- und Energiewissenschaftlers aufmerksam. In seinem 45-minütigen Vortrag stellte Quaschning sehr anschaulich dar, warum uns die Zeit für ein Umdenken in der Energieversorgung davonläuft. Begleitet von dem ein oder anderem Aha-Erlebnis in den vielen Gesichtern unserer Gäste zog er das Fazit, dass wir es selbst in der Hand haben: Deiche bauen oder aus der Kohle aussteigen. Jeder kann etwas tun.

Nachdem der mehrminütige Applaus abgeklungen war und jeder nach einer kurzen Pause seinen Platz wieder eingenommen hatte, ging es zum nächsten Programmpunkt über. Zur Podiumsdiskussion unter dem Thema „Was bedeutet die Umsetzung des Pariser Abkommens für das Rheinische Revier?“ konnten wir neben Prof. Volker Quaschning weitere spannende und namhafte Gäste begrüßen. Mit dabei waren:

• Antje Grothus, Mitglied WSB-Kommission
• Michael Friedrich, Pressesprecher Greenpeace Energy eG
• Boris Linden, Prokurist Zukunftsagentur Rheinisches Revier
• Frank Schillig, Geschäftsführer Projektgewinner GmbH (100%-Tochter der Energiegewinner eG)

Das Podium diskutierte angeregt über den beschlossenen Kohleausstieg im Jahr 2038 und die damit einhergehenden Chancen und Herausforderungen für Menschen und Unternehmen im Rheinischen Revier. Dazu wurde die Diskussion von drei zentralen Fragen begleitet: Ist der Kohleausstieg 2038 wirklich machbar und ist damit unser Klima gerettet? Woher kommt unser Strom, wenn nicht aus der Kohle? Was geschieht mit den Menschen, deren Arbeitsplätze durch den Kohleausstieg wegfallen? Auch wenn aus Zeitgründen nicht jede Publikumsfrage gestellt und beantwortet werden konnte, war es  ein rundum informativer und ereignisreicher Abend.

„Wenn wir schon in einem Kinosaal sind, sollten wir diesen nicht verlassen, ohne uns einen Film angeschaut zu haben.“ Mit diesen Worten schloss Ramon Kempt die Veranstaltung und überließ die letzten zwei Minuten der Leinwand:

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Bereits ab einem Genossenschaftsanteil von 50 Euro selbst zum Stromerzeuger werden.

Eindrücke der Veranstaltung

Petition für den
Erhalt des Cinenovas

Bitte helfen Sie dem Cinenova und unterschreiben Sie die Petition für den Erhalt des Ehrenfelder Kinos. 

8 Kommentare zu „Raus aus der Kohle“

  1. Das war eine wirklich klasse Veranstaltung! Vielen Dank für die Organisation an die Energiegewinner eG. Herr Quaschnings Vortrag war sehr motivierend!!

  2. Hallo Energiegewinner, danke an die Organisatoren. Ich komme gerne wieder.
    Viele Grüße
    Schmitz

  3. Dr. Timm Bauschke

    Hallo Zusammen,
    ich habe mich sehr über diesen tollen Abend gefreut. Es war sehr gut organisiert und die Experten haben einen sehr guten Eindruck über den Ernst der Lage vermittelt. Wir müssen mit aller Kraft und Entschlossenheit an der ENERGIEWENDE arbeiten, um unseren Kindern und Enkelkindern usw eine schöne Erde zu hinterlassen. So wie ich es verstanden habe müssen wir dazu beispielsweise die Fläche von Photovoltaikanlagen mindestens verzehnfachen. Gibt es dazu einfache Flyer, auf denen jeder lesen kann (plus Kontakte), wie eine PV-Anlage (und Speicher) angebracht und zum Laufen gebracht wird? Durch gut durchdachte Werbeaktionen (Flyer, Zeitungen, Soziale Medien, …) sollte jede Firma und jeder Haushalt Europaweit den einfachen Zugang zu Informationsmaterial (Veränderungen auf der Erde wie Dürren, Eisschmelze, etc. + Lösungen für GRÜNE Energie) bekommen, um schnell an der Energiewende mitzuarbeiten.
    -> Jede Gemeinde sollte sofort ein 1000 Dächer Programm PV aufsetzen und umsetzen
    -> Alle Neubauten sollten per Gesetz mindestens eine PV-Anlage besitzen usw.
    -> Windräder für Industriehallen sollten ausgebaut werden
    -> Große Spendenaktion aller Bürger für Erneuerbare Energiesysteme (Aufbau, Entwicklung, Forschung, …) zur Rettung der Erde
    Ich komme gern wieder. Nochmals herzlichen Dank und sonnige Grüße aus dem Siegerland

  4. Eine sehr gelungene – und wichtige – Veranstaltung. Deutschland mutiert derzeit zunehmend von der Demokratie zur Lobbykratie. Machtwirtschaft statt Marktwirtschaft – diese Zeiten sind noch lange nicht überwunden, die Gegner der Energiewende betreiben momentan genau das. Die regulatorischen Hemmnisse, die den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren bewußt behindern und verlangsamen sollen, müssen immer wieder öffentlichkeitswirksam thematisiert werden. Der Politik muß klar werden, daß die mündigen Bürger das schmutzige Spiel der fossilen Beharrungskräfte durchschauen. Es ist eben nicht nur Dummheit und Ignoranz, was den Umbau der Energiewirtschaft verhindert, sondern vor allem aktiver fossiler Lobbyismus. Die historische Mission der Lobbyisten ist die Errichtung der Diktatur der fossilen Wirtschaftsverbände. Sich dagegen zu stellen, dazu hat diese Veranstaltung einen ganz wichtigen Beitrag geleistet.

  5. Wie wäre es, wenn unser Bundesland die Grunderwerbsteuer als Hebel für die Errichtung von Solaranlagen wirken würde. D. h. neuen Hausbesitzenden wird die Grunderwerbsteuer über die Steuererklärung erstattet, wenn diese eine Solaranlage installieren. Die Kosten für die Solaranlage müsste dann mindesten das doppelte der Grunderwerbsteuer betragen. D. h. das Land fördert die Maßnahme zu maximal 50%.

  6. Ein Danke an die Veranstalter.
    Obgleich ich mich ja eigentlich als Mitbewerber zum „Energiegewinner“ betrachte, so wollen wir am Ende alle das Gleiche : den Klimawandel in seinen Auswirkungen versuchen aufzuhalten und die erneuerbaren Energien noch weiter pushen.
    Ich halte neben meinen Geschäften mit Produkten der erneuerbaren Energien selbst Vorträge und bediene mich dabei der Unterstützung von Volker Quaschning, den ich schon länger kenne und überaus schätze.
    Zudem bin ich als ehemaliger „Aktivist“ der 80er auch mit Greenpeace vernetzt.
    Insofern habe ich diesen Abend besonders genossen.

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